Schlagwörter

, , ,

Im Oktober 2007 sind wir nach Merida geflogen, um den Auftrag für den Hausbau zu erteilen.
Als Ausländer kann man Grundstücke legal erwerben, wenn diese außerhalb der begrenzten Zone, 50 km von der Küste und 100 km von der Grenze liegen.
Beim Erwerb innerhalb der begrenzten Zone verpflichtet man eine ansässige Bank mit Hilfe eines Vertrages „Fideicomiso“ das Eigentum rechtlich anzuerkennen.
Mit diesem Vertrag werden beide Parteien im Grundbuch eingetragen. Der Eigentümer erhält aber alle Rechte der Immobilie. ( Eine ausführliche Erklärung schreibe ich gesondert)
2007 lagen die Kosten für das Fideicomiso bei ca. 1,800 USD.
Aber dann kam der Hammer: Da die Bank, egal was für eine, dem Ausländer behilflich ist, verlangt die Bank eine jährliche Zahlung. Keine einheitliche, sondern gestaffelt, je nach Größe des Grundstückes und des Hauses. So kann schnell ein Preis von 1,500 USD bis 6,000 USD oder mehr zusammen kommen. 
Mein Hubby war ganz schön wütend, da uns das natürlich verschwiegen wurde, bei den Vorgesprächen.
Er sagte nur: OK, dann bauen wir kein Haus und das Grundstück wird wieder verkauft.
Das Gesicht von unserem Makler wurde blasser und blasser. Er nahm sein Cell in die Hand und telefonierte ganz aufgeregt, beendete das Gespräch und sagte: Wir fahren jetzt sofort zu einem Anwalt, der hat schon eine Lösung für Euch.
Und siehe da, es gab eine Lösung.
Ganz einfach wir haben eine Firma gegründet. (Über eine Firmengründung ein extra Bericht)
Am nächsten Tag sind wir dann mit einem Steuerberater zur Hacienda (Finanzamt) gefahren, haben unsere Steuern für das Grundstück bezahlt. Danach wurde unsere Firma „schlafen gelegt“ und somit konnten wir mit unserem Grundstück machen, was wir wollten. Solange wir keinen Verdienst haben, müssen auch keine Steuern bezahlt werden.
Somit stand dann dem Hausbau nichts mehr im Wege.

Hasta luego
Gil