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Am Dienstag waren wir mal wieder in Dzibilchaltun. Wir waren dort schon zum xten Mal. Aber da es von unserem Haus nur 10 Minuten mit dem Auto sind, schauen wir uns diese Ruine gerne immer mal wieder an. Jedes Mal entdecken wir etwas Neues.

 
Dzibilchaltun bedeutet in der Maya Sprache „Platz der steinigen Inschriften“.
Hier wurden zahlreiche Stelen gefunden. Dzibilchaltun ist eine der Maya- Stätte, die erst in den letzten Jahrzehnten mehr erforscht wurde. Sie ist touristisch ein nicht so stark besuchter Ort.
Jedoch völlig zu unrecht. Dzibilchaltun liegt etwa 15 km nördlich von Merida, an der Straße nach Progreso. Experten zufolge war diese ganze Gegend bereits um 500 v.Chr. von den Maya bevölkert.

 
Dzibilchaltun umfasste ursprünglich ca. 19 km² mit knapp 8.400 Gebäuden. Das Zentrum bestand aus einer großen Anzahl von Gebäuden, verteilt über 25 Hektar.
Man vermutet, dass zur Hoch Zeit hier etwa 40,000 Maya gelebt haben. Geht man näher auf die Lebensweise der Maya ein, so stößt man sehr schnell auf die Bedeutung des Regengottes Chaac.
Wegen des im Tiefland vorherrschenden unfruchtbaren Bodens und der großen Trockenheit kam ihm eine ganz besondere Bedeutung zu. Meist wurden Opferungen zu seinen Ehren veranstaltet.
Ende der 90er Jahre entdeckte der mexicanische und inzwischen verstorbene Archäologe Victor Segovta ein Phänomen, das speziell diesem Regengott Chaac geweiht war. Er fand heraus, das Czibilchaltun ein genau berechnetes Zusammenspiel der Sonne mit dem sogenannten Tempel der Sieben Puppen (Templo de los siete Munecos) besaß, dessen Türen und Fenster die Maske des Chaac symbolisierten. Das geschieht jedoch nur am Tag des Äquinoktiums (lat.: aequus, nox = Tag- und Nachtgleiche), ähnlich wie in Chichen-Itza. So konnte kurz nach Sonnenaufgang ein Jahr fast auf die Sekunde genau bestimmt werden. Der Sonnentempel wurde so genau konstruiert, dass die Sonnenstrahlen durch die Hauptöffnungen hindurch einen Punkt dahinter trafen, die dieses genaue Zeitmaß ermöglichten.
 
Auf der anderen Seite am Rande des Haupthofes auf der Ostseite ist die Cenote Xlacah.
Xlacah bedeutet „Alte Leute“ und die Cenote ist für Yucatan  der tiefste und größte natürliche Brunnen. Die Cenote hat eine Tiefe von ca. 43 Metern und es wurden auf dem Grund von Tauchern tausende Keramikscherben entdeckt.
In dieser Cenote ist das Schwimmen erlaubt, was gerade die Einheimischen sehr gerne annehmen, da die Mexicaner überall sonntags freien Eintritt haben. Finde ich eine gute Idee, so bekommen die Kinder wenigstens über die Geschichte Mexicos ein wenig mit.
 
Dzibilchaltun hat zudem noch einen angeschlossenen ökologischen Nationalpark, der die Verbindung der Maya mit der Natur in besonderer Weise zeigt.
Auch lohnt sich der Besuch des Museums.
 
So, das war jetzt meine Kurzfassung. Es war auf jeden Fall mal wieder schön, dort gewesen zu sein.
Hasta luego

Gil


Haus der 7 Puppen


Maya Dorf


In einem Mayahaus


Blick aus dem Haus der 7 Puppen


Im Museum


Im Museum


Obelix


Statuen vor dem Museum
Cenote Xlacah
Cenote Xlacah






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